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Wer entwickelt TAP?

E.ON Ruhrgas aus Deutschland, das norwegische Energieunternehmen Statoil und die in der Schweiz ansässige Axpo-Gruppe haben ein Joint Venture zur Entwicklung und zum Betrieb der Trans Adriatic Pipeline gegründet.

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Wer baut die Pipeline?

Die Ausschreibung für den Bau der Pipeline wird rechtzeitig veröffentlicht. Zuvor müssen noch die Planungen abgeschlossen werden.

Wir erwarten, dass wir die Ausschreibung nach Abschluss der FEED-Phase (Front-End Engineering Design) herausgeben können.

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Was bedeutet TAP?

TAP ist die Abkürzung für Trans Adriatic Pipeline, ein Erdgaspipelineprojekt.

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Welche Hauptrisiken sind mit diesem Pipelineprojekt verbunden?

Ein Projekt dieser Größenordnung ist anspruchsvoll und komplex. Allerdings gehen wir derzeit davon aus, dass dieses Projekt keine substanziellen oder außergewöhnlichen Risiken aufweist, die nicht beherrscht werden könnten.

Die Risiken, die traditionell mit solchen Projekten assoziiert werden, können durch professionelles Projektmanagement minimiert werden.

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Bestehen Optionen für den Bau zusätzlicher Lagerstätten in Verbindung mit TAP?

Das Projekt enthält auch die Option, Erdgasspeicher in Albanien zu errichten, was wiederum die Versorgungssicherheit Südosteuropas weiter erhöhen würde.

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Warum wird TAP entwickelt?

Das Ziel von TAP besteht darin, nachhaltige Lösungen für die Erdgasversorgungsinfrastruktur bereitzustellen, die sowohl der Diversifizierung und Sicherheit der Versorgung als auch der Förderung von Wirtschaftswachstum und politischer Stabilität durch Öffnung des südlichen Gaskorridors dienen.

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Welche Chancen eröffnen sich in erster Linie durch dieses Pipelineprojekt?

Mit einer Jahreskapazität von rund 10 Mrd. Kubikmetern Erdgas stellt die Pipeline die Gasversorgung Europas durch die Öffnung eines neuen Korridors vom Kaspischen Meer und dem Nahen Osten auf eine solidere Grundlage.

Die TAP kann ihre Transportkapazität auf 20 Mrd. Kubikmeter jährlich erweitern. Das Projekt enthält auch die Option zur Errichtung von Erdgasspeichern in Albanien, was wiederum zu einer weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit Südosteuropas führen würde.

Die Route der TAP von Griechenland über Albanien ermöglicht auch die künftige Entwicklung der Gasverteilung und -lieferung in die Länder Südosteuropas, insbesondere in Regionen, in denen es zur Herstellung einer sicheren Energieversorgung dringend benötigt wird.

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Muss wirklich noch eine Pipeline gebaut werden? Entstehen dadurch nicht Überkapazitäten?

Neue Gaspipelines, die die Gasreserven des Nahen Ostens und der Kaspischen Regionen anzapfen, fügen ähnlichen Korridoren mit Ursprung in Russland, Afrika und der Nordsee einen weiteren Gasversorgungskorridor nach Europa hinzu, wodurch die Diversifizierung und die Versorgungssicherheit erhöht werden. Durch die Erschließung einer neuen Gasversorgungsroute wird TAP einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderung leisten: den südlichen Gaskorridor.

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Sind Axpo, E.ON und/oder Statoil an der Gewinnung weiterer Partner für dieses Projekt interessiert?

Wir freuen uns über jeden starken Partner, der zum Erfolg von TAP beitragen kann, insbesondere, wenn neue Partner im Hinblick auf den Bau und die Verteilung und Lieferung des Gases zum Mehrwert der gesamten Projektkette beitragen. Die Ausweitung der TAP-Partnerschaft ist ein stets aktuelles und viel diskutiertes Thema.

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Wie reagiert TAP auf die EU-Richtlinien zum Thema Erdgastransporte?

Expansion und Diversifizierung von Erdgastransportkapazitäten nach und innerhalb Europas sind wichtige Zielsetzungen der EU-Energiepolitik (Trans European Networks – Energy, TEN-E).

Die neue Pipeline wird als TEN-E-Projekt von der EU unterstützt und entspricht der EU-Energiepolitik. Die Entwicklung von TAP erfolgt auch künftig in Übereinstimmung mit allen EU-Richtlinien zum Gastransport.

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Birgt das Projekt besondere technische Herausforderungen?

Jedes Projekt dieser Größenordnung stellt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Der Bau einer Pipeline in rauem, bergigem Gelände in bis zu 1800 m Seehöhe und ohne Infrastruktur ist an sich schon eine Herausforderung, aber wir haben einschlägige Erfahrungen in anderen Projekten, wie z. B. BTC (Baku-Tbilisi-Ceyhan – Öl) und SCP (South Caucasus Pipeline – Gas), sammeln können.

Auch das Verlegen einer 42-Inch-Pipeline in bis zu 820 m unter dem Meeresspiegel ist eine Herausforderung, wobei das erforderliche Fachwissen bei Statoil und den Subunternehmern vorhanden ist.

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Wie werden die von der Pipeline betroffenen Grundbesitzer kompensiert?

Die TAP Richtlinien zum Schutz von potenziell beeinträchtigtem Lebensraum werden in Übereinstimmung mit nationalem Recht und strengen internationalen Vorgaben angewendet. TAP verpflichtet sich der Zusicherung, dass Lebensräume und Lebensbedingungen aller betroffenen Menschen in der Form wiederhergestellt werden, wie es ohne den Bau der Pipeline der Fall wäre. Zur Ermittlung von Ersatzwerten von potenziell beeinträchtigten Räumen wird eine Studie durchgeführt, um adäquate Kompensationen zu gewährleisten. Kompensationen unterliegen strengen Regeln der Transparenz.

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Wie wird die Durchquerung ökologisch sensibler Bereiche gehandhabt?

Das TAP-Projekt legt sehr hohe Maßstäbe in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (GSU) an. Wir möchten die Umwelt entlang der TAP-Pipelineroute vollständig wiederherstellen. Alle die Umwelt beeinträchtigenden Maßnahmen sollen auf das Notwendigste beschränkt und negative Auswirkungen angemessen abgemildert werden. Wir haben in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden bereits Untersuchungen zu alternativen Abraumdeponien und Bauverfahren durchgeführt. Wir sind davon überzeugt, dass unsere weiteren Planungen sich als nachhaltige und vertretbare Lösungen dieser Herausforderung herausstellen werden.

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Bestehen Erdbebenrisiken entlang des Verlaufs der Pipeline?

Die Pipeline führt zum Teil durch Gebiete mit einer gewissen seismischen Aktivität. Allerdings entspricht die Pipelineplanung in solchen Gebieten dem Stand der Technik der Pipelineindustrie und diesbezüglich auch den höchsten Anforderungen und Standards.

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Wo wird die TAP verlaufen?

Die neue Pipeline wird in Griechenland beginnen, das Territorium Albaniens von Ost nach West durchstoßen, anschließend weiter in Richtung Westen durch die Adria nach Apulien in Süditalien führen und dort (am Absatz des italienischen Stiefels) den Anschluss an bestehende Pipelines herstellen. TAP wird die Verbindung zu Pipelinesystemen in Griechenland bilden. TAP stellt unter Einbindung bestehender Systeme in der Türkei und Griechenland die kürzeste Verbindung für den Transport von Erdgas vom Kaspischen Meer her. Dieses Gas konnte bisher noch nie über Pipelines nach Europa geleitet werden.

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Last update 17.05.2013